Essen steht auf einem geologischen Flickenteppich: Karbon, Kreide, Quartär und dazwischen alte Bergbaustollen. Die Tragfähigkeit des Baugrunds variiert auf kürzester Distanz erheblich. Wer hier baut, braucht eine Pfahlgründungsbemessung, die die lokalen Risiken präzise einpreist: weiche Auenlehme im Ruhrtal, verwitterte Tonsteine an den Hängen, unverfüllte Schächte aus der Zechenzeit. Die Pfahlgründungsbemessung setzt exakt dort an, wo Standardlösungen versagen. Unser Team analysiert die Baugrunddaten, die der CPT-Versuch in Kombination mit Kernbohrungen liefert, und dimensioniert das Pfahlsystem für den konkreten Standort. In Essen-Steele gelten andere Randbedingungen als in Kettwig oder Borbeck — deshalb beginnt jede Bemessung mit einer detaillierten Baugrundmodellierung.
In Essen bemessen wir Pfähle nicht nach Katalog, sondern nach dem tatsächlichen Schichtverlauf unter dem Baufeld — inklusive Bergbau-Hinterlassenschaften.
Leistungsmerkmale in Essen

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Typische technische Herausforderungen in Essen
Mit 580.000 Einwohnern und einer über 150-jährigen Bergbaugeschichte ist Essen eine der spannendsten, aber auch anspruchsvollsten Baugrundregionen Deutschlands. Das größte Risiko bei der Pfahlgründung sind nicht erfasste Hohlräume: Alte Schächte, Strecken oder Tagesbrüche, die unter Bauwerkslast einbrechen können. Die Pfahlgründungsbemessung muss daher immer auf einem aktuellen Hohlraumkataster der Bezirksregierung Arnsberg aufsetzen. Ein weiteres Risiko: Sulfatführendes Grundwasser, das Beton angreift — wir spezifizieren deshalb Sulfatwiderstandsklassen für den Pfahlbeton. In Hanglagen wie in Werden oder Heisingen addieren sich Kriechbewegungen im verwitterten Tonstein zu den Bemessungslasten. Ohne eine Pfahlgründungsbemessung, die diese lokalen Faktoren explizit abbildet, bewegt man sich auf unsicherem Terrain. Die Folgen: Setzungsdifferenzen, Schiefstellungen, im Extremfall Einsturz.
Unsere Leistungen
Unser Leistungsspektrum zur Pfahlgründungsbemessung deckt alle erforderlichen Nachweise ab:
Statische Pfahlbemessung nach EC7
Vollständige Bemessung von Einzelpfählen und Pfahlgruppen. Ermittlung charakteristischer Pfahlwiderstände aus CPT-Sondierungen, Schichtaufbau und Laborversuchen. Nachweise für Vertikal- und Horizontallasten inklusive Interaktion mit der aufgehenden Konstruktion.
Bergbauliche Risikoanalyse für Pfahlgründungen
Abgleich des Baufelds mit dem Hohlraumkataster. Bewertung von Tagesbruchrisiko und Standsicherheit alter Grubenbaue unter Bauwerkslast. Bemessung von Pfählen zur Überbrückung von Hohlräumen oder zur Lastabtragung unterhalb der Verbruchzone.
Häufige Fragen
Was kostet eine Pfahlgründungsbemessung in Essen?
Die Kosten für eine Pfahlgründungsbemessung in Essen liegen je nach Projektgröße zwischen €1.410 und €6.460. Kleinere Einfamilienhausprojekte mit wenigen Pfählen sind am unteren Ende angesiedelt; größere Mehrfamilienhäuser oder Gewerbebauten mit umfangreicher Baugrunderkundung und komplexen Nachweisen bewegen sich im oberen Bereich.
Welche Pfahltypen sind im Essener Baugrund üblich?
In Essen dominieren Bohrpfähle nach DIN 4014, weil sie sich flexibel an Wechsellagerungen aus Tonstein, Sand und Auffüllung anpassen lassen. In den Auenbereichen der Ruhr kommen auch Rammpfähle zum Einsatz. Mikropfähle werden bei beengten Platzverhältnissen oder zur Unterfangung bestehender Gebäude verwendet.
Wie werden alte Bergbaustollen bei der Bemessung berücksichtigt?
Zunächst erfolgt eine Abfrage beim Hohlraumkataster der Bezirksregierung Arnsberg. Werden Stollen oder Schächte im Einflussbereich der Gründung identifiziert, bemessen wir die Pfähle so, dass sie entweder die Hohlräume überspannen oder die Last unter die Verbruchzone abtragen. Gegebenenfalls werden die Hohlräume vorab durch Injektionen verfüllt.
Welche Baugrunderkundung ist vor der Pfahlbemessung nötig?
Für eine belastbare Pfahlgründungsbemessung sind mindestens CPT-Sondierungen bis in tragfähigen Untergrund sowie Kernbohrungen mit Probenentnahme erforderlich. Die Tiefe richtet sich nach der Pfahllänge: Sondiert wird mindestens bis zur dreifachen Pfahlbreite unter der voraussichtlichen Pfahlfußebene. In Essen kommen ergänzende Laborversuche zur Bestimmung der Bodenkennwerte hinzu.